13. August 2009

#6 Reiseführer zum Tiger / Mudumalai National Park

"Kommt mit", sagte Vater.
Vom Haus gin es durch das Toor zum Zoo. [...]Wir kamen zu den Großkatzen, unseren Tigern, Löwen und Leoparden. Babu, der Wärter wartete schon auf uns.[...]Die Käfige waren leer, bis auf einen: MAHISHA, der Patriarch unter unseren bengalischen Tigern, durfte noch nicht nach draußen. Als wir eintraten, kam er sofort an die Käfigstäbe, mit einem furiosen Fauchen, die Ohren angelegt, die runden Augen fest auf Babu geheftet. Er fauchte so laut und wütend, dass das ganze Raubtierhaus zu beben schien. Mir schlotterten die Knie. Ich drückte mich an Mutter. Auch sie zitterte. Selbst Vater brauchte einen Moment, bis er sich gefasst hatte. Nur Babu machte der Wutausbruch und der Blick, der ihn durchbohrte, nichts aus. Sein Vertrauen in die Eisenstangen war unerschütterlich. Mahisha ging nun in seinem Käfig auf und ab, immer bis an die Stangen.
Vater stellte sich vor uns hin. "Was für ein Tier ist das?" Er musste brüllen, damit wir ihn durch Mahishas Fauchen hören konnten.
"Ein Tiger", antworteten Ravi (mein Bruder) und ich im Chor und bestätigten brav, was ja nicht zu übersehen war.
"Sind Tiger gefährlich?"
"Ja, Vater, Tiger sind gefährlich"
"Tiger sind sehr gefährlich", brüllte Vater. "Ihr müsst begreifen, dass ihr niemals - unter keinen Umständen - einen Tiger anfassen dürft; niemals dürft ihr ihn streicheln oder auch nur die Finger durch das Gitter stecken. Ist das klar, Ravi?"
Ravi nickte eifrig.
"Piscine?"
Ich nickte noch eifriger. Trotzdem sah er mich weiter an. [...]
"Ich werde euch zeigen, wie gefährlich Tiger sind", fuhr er fort. "Ich will, dass ihr diese Lektion behaltet, bis an euer Lebensende.
Er sah Babu an und nickte. [...]Babu öffnete einen Käfig neben dem Tigerkäfig. [...] Ziege [...]. Babu ging an die Tür zwischen den beiden Käfigen und begann, sie aufzuziehen.[...] In Erwartung seiner Beute verstummte Mahisha. Zwei Dinge hörte ich in der plötzlichen Stille - Vaters Worte "Vergesst diese Lektion niemals", den Blick grimmig auf das Schauspiel geheftet; und das Meckern der Ziege. Sie musste schon die ganze Zeit geschrien haben, aber wir konnten sie nicht hören. [...]
Ich weiß nicht mehr, ob ich das Blut spritzen sah, bevor ich mich in Mutters Arme flüchtete, oder ob ich es später in Erinnerung dazumalte, mit breitem Pinsel. Aber die Ohren konnte ich nicht verschließen. Was ich hörte, versetzte mich in äußerste vegetarische Panik.
[weiter ab Seite 71]
Am letzten Samstag war der erste Tag "Spielplatz-Bau für Kannagi Nagar/Thuraipakkam". Alles was nicht klappte und das was dann doch klappte, wäre einen weiteren Eintrag wert. Doch ich halte mich an Leif, der vor meiner Reise meinte: "Schön, dass du einen Blog hast, aber schreib bitte nicht immer vierseitige Einträge!"
Nun denn möchte ich euch von einem anderen Fetzen Indien erzählen. Dem Mudumalai National Park an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Tamil Nadu(da wo Chennai liegt=da wo ich immer bin) zu Kerala. 10 Nachtzugstunden entfernt. Ein Tigersprung für indische Verhältnisse!

Mario und ich haben auf dem Weg zufällig vier Spanierinnen kennengelernt (Natalia, Natalia, Marta und Sofie),mit denen wir vor zwei Wochen in Kanchipuram (der Motorradtrip) im selben Hotel waren. Die kleine Welt mal wieder. Jeder Reisende kann hierzu seine Lied singen.
Wir wollten also mit denen in den Nationalpark. Tiere sehen! Sie hatten ne "private" Tour gebucht, für 200 Rupien den ganzen Tag in den Park, mit lokalem Guide und so. Eine von den Touren, die sich super anhören, aber der größte Alptraum sind. Uns holte ein Jeep vom Hotel ab. Geil! Doch der Jeep bringt uns nur zu einem größeren Bus, der schon voll ist und uns den ganzen Tag rumfahren soll. Wir werden unruhig. Ist das das, was wir wollen? Mit einer Reisegruppe im Bus unterwegs sein? Als der "Reiseführer" erzählt, dass wir zunächst die und die Filmspots und Filmdrehfirmen, Wasserfälle und sonstwie tollen Plätze sehen werden, graut es uns. Wir werden den Park, in dem wir Elefanten sehen wollen, nur am Rande touchieren. Vielleicht ein Foto aus dem Fenster des Busses heraus. Mario und ich erwachten aus diesem Alptraum. Wir wollen unsere eigene Tour. Zack raus. Anruf bei der Parkdirektion.
"Ja, privater Tourguide ist möglich". Einen Jeep angeheurt, der uns hinbringt und schon konnten wir unsere Tour starten. Die Spanierinnen, Mario, ich sowie unser Guide Sudesan Kuttappan, genannt Kutta. Dazu noch sein Kompagnion.
Auf einem viereinhalb stündigen Kletterweg wollen wir all die 320 Tierarten sehen, von denen Kutta spricht: Hier leben über 800 Elefanten, zig Wasserbüffel, Lippenbären, Asiatische Wildhunde, Streifenhyänen, Antilopen, Sambarhirsche, Muntjaks, Affen, Panther, Leoparden und es gibt sogar 42 bengalische Tiger. Ich denke an Richard Parker, aber auch an Mashita. Bewaffnet mit digitalen Kameras, Abenteuerlust und einem scharfen Auge machen wir uns auf den Weg durch den Wald, der immer wieder sein Erscheinungsbild änder: regenwaldartige Enge, weite Wiesen, von Elefanten "abgeholzte" Bambusansammlungen, blühende Heckensträucher usw. Unsere Blicke richten sich in alle Richtungen, doch wir sehen keine Tiere. Einfach nicht da! Da sehe ich ja im Schrebergartenviertel auf der Veddel größere und gefährlichere Tiere. Springende Kanninchen und bellende Hunde und so!

Die ersten zwei Stunden vergehen. Ein paar kreischende Affen, seltsame Vögel, ein Dschungelhuhn, einen Pfau, irgendwann auch mal Wasserbüffel und zwei "Bambis"(Kutta). Das soll jetzt nicht überzogen klingen, aber ich hab mehr erwartet. "Bambis" kenn ich aus dem Paterholz in Beckum und die anderen Tiere sind schön, aber ich will richtige Tiere. Ich will endlich Elefanten sehen. Ok, ein freilebender bengalischer Tiger wäre auch ein Traum, aber den sieht selbst Kutta maximal einmal im Monat.
Mehr und mehr beginne ich an all dem zu Zweifeln, was Kutta sagt, fange an nachzurechnen. All diese Tiere verteilen sich auf eine Fläche von 320 Quadratkilometer, was fast der Fläche von Deutschlands entspricht. Und in diesem Gestrüpp, das so groß ist wie Deutschland will er mir einen der 800 Elefanten zeigen! Klar, er ist hier aufgewachsen, kennt den Park in und auswendig und sowas bekommt man dann zu hören. Natürlich hat er auch noch "seine" Story anzubieten, als er schonmal von einer wildgewordenen Elefantenmutter angefallen wurde und nur haarscharf überlebte. Der Park ist wunderschön. Die Landschaft nach dem vorherigen sintflutartigen Regenfall rein und erfrischt und doch atemberaubend. "Nach dem Regen haben wir gute Chancen Elefanten zu sehen". Leise schleichen wir uns hinein. Wir tierhungrigen Touristen folgen brav unserem Führer. Seine Schritte werden langsamer. Er hebt die Hand und bedeutet uns damit sofort stehenzubleiben. Kein Wort. Irgendwo entfernt knackt etwas. Der Gedanke, der bengalische Tiger Mahisha oder auch Richard Parker könnte sich gleich auf mich stürzen erzeugt in mir ein Masala aus Reiz, Angst und Neugier. Doch wieder nichts. Der Abenteuerkick war schön, aber schon wieder kein Tier gesehen. Wir gehen weiter. Die Mädels haben irgendwelche Blutegel am Bein, das war es aber auch schon die größte Gefahr. Keine gefährlichen Tiere! Der Nachmittag ist vorbeigezogen, wir schießen Gruppenfotos mit unseren Guides, die schon etwas den Charakter von Abschied haben. Noch nicht mal einen Elefanten gesehen! Die dämmrige Sonne und die Zeit für Gedanken lassen die Realität immer klarer erscheinen.

Klar, Kutta konnte uns all die Hinweise auf Elefanten zeigen: Schlammsulen, umgerissene Bambusstauden und Laubbäume, mit dem Rücken abgeriebene Rindenbrocken und auch eine unzählbar große Zahl Elefantenhaufen. Wirklich aufregend allerdings war ein Antilopenskelett auf einem Baum. Wohl von einem Panter. Ich glaube, dass es diese wilden Tiere wirklich hier gibt, aber sie sind einfach Humanophob. Kommt ein Mensch in die Nähe, dann fangen sie an verstecken zu spielen. Und das können sie gut! Eckstein, Eckstein alles muss versteckt sein. Klar, die Raubtiere verkriechen sich auf die Bäume, in Unterschlüpfe oder Höhlen. Wasserbüffel sind ja irgendwo Kühe. Sie bleiben einfach stehen und machen nichts. Das können sie gut. Kleinere Tiere verziehen sich ins Unterholz, Vögel in ihre Nester. Aber der eigentliche König in diesem Spiel ist der Elefant. Ein Elefant ist scheinbar brilliant darin, seinen massigen Körper arg lautlos zu verbergen. Einmal haben wir dann doch einen gehört, der Laute aus seinem Versteck gegeben hat. Nach und nach Bäume sahen wir fallende . Wir konnten sogar sehen, wie in drei Meter Höhe Äste abgerissen wurden. Wir haben den Elefanten schon angezählt, aber gesehen haben wir ihn schlussendlich nicht!
Kutta zog uns weiter. Wir konnten kaum gehen, weil wir doch wussten, dass in 40 meter Entfernung ein Elefant sein muss , den wir sehen wollen. Blende und Belichtung der Kamera sind im manuellen Modus entsprechend den Lichtverhältnissen eingestellt. Nichts da. Kutta setzte sich durch und so sollten wir das Reservat Mudumalai ohne die Bilder verlassen, die wir uns vor unseren inneren Augen zuvor gemacht hatten! Ein beeindruckender Tag, an dem ein bisschen Wehmut zurückbleibt, doch etwas verpasst zu haben.

Doch dann kommt alles alles. Tiger, Tiger brüllt uns ein Fremder Inder mit tiefer Stimme im Flüsterton entgegen. Er zeigt das Zeichen an, was für mucksmäuschenstille steht. Schnell, aber jeden Schritt bedacht folgen wir ihm auf einen 5 meter hohen Felsbrocken. Ein Fotograph mit Telezoom auf einem Stativ sind das erste was wir sehen. Die Linse zeigt direkt auf zwei bengalische Tiger! Auch wenn sie ca. 70 Meter entfernt sind, so erkennt man doch ihre Streifen und die Nackenhaare, die sich wie eine Rolle hinter dem Kopf auftürmen, wenn das liegende Männchen den Kopf zu uns dreht. Du bist also mein Richard Parker! Hallo! Auch wenn der Tiger viel zu weit weg ist für ein scharfes Foto, so säusel ich ihm ein leises "Hallo" entgegen. Bin gebannt und glücklich. Das Weibchen steht daneben, bewegt sich langsam und genüsslich hin und her, verschwindet nach einiger Zeit. Irgendwann läuft Kutta - unser Guide - wie ein geisteskranker in Richtung Tiger. Dieser verhält sich nicht wie Mahisha mit der Ziege, sondern dreht sich um und läuft in Richtung Dschungel.

"Ich war mir sicher, dass er sich nun zu mir umdrehen würde. Er würde mich ansehen. Er würde die Ohren anlegen. Er würde knurren. Etwas in dieser Art würde er tun, zum Abschluss der Zeit, die wir miteinander verbracht hatten. Aber er dachte gar nicht daran. Sein Blick war starr auf den Dschungel gerichtet. Und dann verschwand Richard Parker, der Gefährte meiner langen Reise, der mächtige, angsteinflößende Tiger, der mich gerettet hatte, mit einem kleinen Sprung für immer aus meinem Leben."
P.S.: Sorry Leif, hat nicht geklappt mit der Kürze, obwohl ich schon so viel ausgelassen habe, was an Geschichten und Bildern entstanden ist.

7. August 2009

#5 Warum ziehen Leute fort? / Thuraipakkam

"Warum ziehen Leute fort? Was bringt sie dazu, ihre Wurzeln auszureißen und alles Vertraute zurückzulassen, aufzubrechen zu einem großen Unbekannten jenseits des Horizonts? Warum den Mount Everest der Behörden besteigen und sich wie ein Bettler dabei fühlen? Warum in einen fremden Dschungel gehen, wo alles neu, anders und gefährlich ist?
Die Antwort ist überall die gleiche: Sie ziehen fort, weil sie auf ein besseres Leben hoffen."
(weiter ab S.138)
Die Menschen in Thuraipakkam (2 stunden südlich von Chennai) haben ihre Wurzeln woanders. Sie lebten in den Slums in der Innenstadt, am Strand von Santhom und in anderen Gebieten. 13 Slums wurden geschlossen, damit Chennai eine Blüte touristischer Schönheit werden kann - nach Vorstellung der Regierung. 70.000 Menschen wurden umgesiedelt und leben jetzt in Thuraipakkam. Die Gleichförmigkeit der Gebäude erinnert an kommunistische Siedlungen, doch die sichtbare Armut erinnert eher an Ghettos. Die Infrastruktur ist mies: keine staatlichen Schulen in der Nähe, keine ärztliche Versorgung, Entfernung in die Stadt 2 Stunden, die Wassertanks werden nur 2 mal die Woche gefüllt, die Müllabfuhr kommt fast garnicht. Trotzdem haben die Menschen hier objektiv gesehen mehr als vorher, denn jetzt haben sie Steinhäuser, die sogar halbwegs akzeptable Wohnungen beinhalten. Doch eins haben sie nichtmehr: Ihr Zuhause, ihre Heimat!
Nur so kann ich mir erklären, wieso sie so mit "ihrem" neuen Ort umgehen. Innerhalb der Reihenhaussiedlung befindet sich Brachland, bestehend aus Geröll und Müll. Im Nutzungsplan der Stadt wird diese Fläche als "Park" bezeichnet.
UDAVI möchte hier gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen einen Raum schaffen, in dem diese toben, spielen und sich ausprobieren können. Für den sie aber auch nach und nach Verantwortung übernehmen müssen. Was heißt das? Morgen beginnen wir dort einen Spielplatz zu bauen (siehe Grafik). Das Konzept und die Planung habe ich diese Woche mit den Mitarbeitern von UDAVI und den Volunteers ausgearbeitet. Das Budget ist sehr klein, so dass zunächst Handarbeit angesagt ist. Sponsoren für Spielgeräte suchen wir in der nächsten Woche. Ich bin gespannt, wie der Tag morgen abläuft. Ca. 25 Kinder und Jugendliche laufen da morgen auf, Schaufeln und Schubkarren hat Jessudoss hoffentlich organisiert. Ein wenig habe ich die Mentalität der Inder schon kennengelernt, so dass ich weiß, dass die Lebensdauer von Planungen eher kurz ist. Doch ich habe auch erfahren, welche Begeisterung die Jugendlichen an den Tag legen können.
Die Hoffnung ist, mit diesem Ort, den sie sich selbst gestalten ein Stück zuhause zu schaffen und so das Leben zu verbessern.

5. August 2009

#4 Vorhang zur Welt / Mamallapuram

"Ich aß mit Vergnügen und beobachtete den Sonnenuntergang bei wolkenlosem Himmel. Es war ein Augenblick der Entspannung. Das Himmelsgewölbe erstrahlte in den herrlichsten Farben. Auch die Sterne wollten ihren Teil dazu beitragen; kaum hatte sich die bunte Decke ein wenig gelüftet, da begannen sie schon auf tiefblauem Untergrund zu funkeln. Es wehte eine sanft, laue Brise, und die See bewegte sich sanft; die Wellen wirkten wie Tänzer, die bei einem Rundtanz in der Mitte zusammenkommen, die Hände heben und sie dann im Auseinandergehen wieder sinken lassen, und das immer und immer wieder."
[weiter ab Seite 294]
Am letzten Wochenende war ich mit Mario, Anne und Cathi in MAMALLAPURAM. Einem kleinen Touristenort: In Cafés Fruchtsäfte und Chai trinken, Garnelen in Restaurants am Sandstrand, Mondbeobachten auf den Felsen zur Brandung des Pazifik, mit dem Moped treiben und Gedanken streifen lassen:

Das Leben ist wie ein Vorhang, der verschiedenste Ausprägungen haben kann.
Der Vorhang kann aus dickem schwarzen Moltonstoff sein wie er auf Theaterbühnen verwendet wird, dessen Farbe allein schon Schwere enthält, die nach unten zieht. Je nach Gemütslage kann die Schwere durch Feuchtigkeit oder im Saum liegende Bleikugeln noch verstärkt werden. Ein frischer Windstoß bringt diesen Vorhang nicht aus der Starre, und es scheint als ließe sich der Vorhang nicht öffnen, oder verschieben. Dieser Vorhang kennt die Sonne nur aus Erzählungen und ist doch ein Strahl zu sehen, so saugt dieser schwarze Körper ihn auf, absorbiert ihn, bevor im Inneren auch nur eine Idee von Wärme entstehen kann.
Doch der Vorhang kann auch leicht und luftig sein. Aus beschem (@all: wie schreibt man diese Farbe?) fein gewebtem Leinenstoff, vielleicht so dünn und beweglich wie ein Segeltuch. Er schlägt leichte Wellen, wenn die Zunge des Windes ihn streichelt. Anstatt träg herabzuhängen bewegt er sich im Spiel mit Wind und Sonne in unrythmischer Weise. Er nimmt das Sonnenlicht auf der einen Seite auf, und hinterlässt auf der anderen, der inneren Seite ein wohlig warmes Gefühl der Geborgenheit. Das grelle Licht wird so angenehm gedämpft, dass es weich und greifbar wird. Möchte man den Stoff berühren, so bewegt er sich wie wellenförmig, aber drucklos wie ein Netz und zart wie Samt über die Haut. Dieser Vorhang bleibt so unverbindlich wie ein Feder und doch bleibt das angenehme Empfinden zurück, eine Welle gesehen zu haben.
Vorhang zu! MAMALLAPURAM!